Schuljahr 2019/20

In der Ferienkonferenz wird die Lehrerin Annika Schwalm an unserer Schule begrüßt. Sie übernimmt die Klasse 2c von Frau Liese, die wieder ein erstes Schuljahr leitet. Weiterhin wird das neue BFZ-Team vorgestellt: Caro Holy (die ihre Weiterbildung als Förderschullehrkraft durchführt (4 Tage /Woche), Marcel Stryi (2 Tage/Woche) und Daniel Müller (1 Tag/Woche). Weiterhin hat für Lisa Henneberg der Dienst als Bundesfreiwillige begonnen.

Frau Polomka übernimmt im Rahmen eines Lehrauftrages die Klasse 4d als Klassenlehrerin bis Frau Rode aus der Elternzeit zurückkommt (Januar 2020). Zum zweiten Mal erhält die Schule auch eine französische Austauschlehrerin für 4 Stunden in der Woche. Unterstützt wird sie wieder von Frau Kurzawa und Frau Armbrust. Inzwischen arbeiten vier Ehrenamtliche als Lesementoren an unserer Schule. Sie lesen jeweils mit einem oder zwei Kindern 1x pro Woche, so dass die Kinder eine gute individuelle Unterstützung erhalten.

Neu in diesem Schuljahr ist das im letzten Schuljahr abgestimmte individuelle Lernband (Vorklasse, Jahrgänge 1 und 2: 5. Stunde, Jahrgänge 3 und 4: 6. Stunde). Um eine bessere Chancengleichheit herzustellen, soll es keine Hausaufgaben mehr geben. Stattdessen sollen die Kinder im Lernband angemessen gefördert und gefordert werden. Die zweite Pause wird um 10 Minuten verlängert, sodass der Jahrgang 3 in dieser Zeit das Mittagessen einnehmen kann. Die Jahrgänge 1, 2 und dieVorklasse essen nach ihrer Lernbandzeit in der 6. Stunde und der Jahrgang 4 nach 13.30 Uhr. (Ausnahme: 1. Woche, wo der Unterricht teilweise verkürzt stattfindet.) Bald zeigt sich, dass die Situation beim Mittagessen entspannter abläuft, da die Zeiten nun zugeteiltsind.In das Lernband fließt in den Jahrgängen 1 und 2 die Bewegungsstunde, im Jahrgang 3 und 4 findet freitags in der 6. Stunde Sport bzw. Klassenrat statt. In den Lernzeiten unterstützen Hort- und Ganztagsmitarbeiter sowie Fachlehrkräfte die Klassenlehrkräfte. Diese legen für jeden Tag die Förder- und Forderangebote fest und teilen die Kinder ihrer Klasse zu. Die Zuordnung soll ½ Jahr bestehen. Das Lernband lässt somit die Arbeit in Doppelsteckung als auch in individuellen Kursen zu.

In den Sommerferien wurde in zwei Klassenräumen der Fußboden ausgetauscht und der Raum gestrichen. Die Geruchsbelästigung ist dadurch nach den Ferien deutlich reduziert wahrzunehmen. Weitere gewünschte Renovierungsarbeiten können erst im Rahmen des Garderobenumbaus, der im April 2020 starten soll, stattfinden. Am Einschulungstag werden 79 Erstklässler und 14 Vorklassenkinder in der Schule aufgenommen. Alle Klassen haben jeweils wieder einen Tandempartner aus dem Hort, mit dem wöchentlich kooperiert wird und der im Team eine Förderstunde mit durchführt. Die Klassen werden geleitet von Frau Steger (1a) Tandempartnerin Frau Streck, Frau Hoppe (1b) Tandempartner Herr Kanngießer, Frau Liese (1c) Tandempartnerin Frau Pavlyuk, Frau Thies (1d) Tandempartnerin Frau Otto und Frau Härtel-Klopprogge (Vorklasse), die als Tandempartnerin ebenfalls Frau Otto hat. Die meisten Kinder sind im Ganztag- oder Hort angemeldet, so dass das Betreuungsangebot weiterhin umfangreich angenommen wird (bis zu 270 Kinder täglich).

Die ersten Klassen kommen während des Schuljahres insgesamt 4 Mal in den Genuss eines „Märchentheaters“ mit Frau Schauer. Auf einer kleinen Bühne in einem Klassenraum werden mit handgearbeiteten Puppen und Figuren aus Märchenwolle bzw. Filz die Märchen jeweils für eine Klasse in sehr ruhiger Atmosphäre vorgespielt. Die Vorklasse sieht das Märchentheater 3 Mal. Als Pakt-Schule erhalten alle Jahrgänge pro Halbjahr wieder eine Vorführung des Spielraumtheaters, das von Herrn Becker organisiert und in der Gymnastikhalle durchgeführt wird. Teilweise treten dabei auch andere Akteure auf (z.B. Laku Paka-Theater). Weiterhin gibt es für die dritten Jahrgänge zusätzliche Aufführungen des Spielraum-Theaters – finanziert durch das Projekt „Kultur-Koffer“.

Ende August nehmen zwei dritte Klassen am Mathematik-Forschertag in der Universität Kassel teil und das eintägige Medienprojekt (u.a. zum möglichst datensicheren Umgang mit Handys) findet – finanziert durch den Förderverein – wieder in allen vierten Klassen statt. Krankheitsbedingt fällt die Schulleiterin Frau Pohlemann von Mitte August bis Ende Oktober aus. Die Konrektorin Frau Hesse und die Abwesenheitsvertreterin Frau Kurzawa leiten die Schule. Am 11. September führt das Kollegium einen pädagogischen Tag zur Gewaltprävention mit Herrn Betting durch. Dieser informiert über das Bernsberger Streitschlichtungsmodell, was im Ganztag bereits erfolgreich angewendet wird. Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgangsstufe versuchen nach Anleitung dabei Konflikte gewaltfrei mit den Kontrahenten zu lösen. Die Lehrkräfte beschließen, das Streitschlichtungsmodell einige Monate im Unterricht und in den Pausen zu erproben.

Am 13. September findet das große Abschlussfest zum Stadtteilumbau West statt, wobei sich alle Institutionen im Brückenhof mit verschiedenen Aktionen beteiligen. Auf dem Schulhof gibt es eine Bühne mit Musik und Vorführungen sowie ein Kaffee- und Kuchenbüffet. Alle Lehrkräfte sind involviert.

Das im letzten Jahr erfolgreich umorganisierte Fußballfest findet Mitte September statt. Ob dieAusgabe von Pokalen und Urkunden bei einem Fest sinnvoll ist, wird im Anschluss diskutiert.

Der Jahrgang 4 fährt gemeinsam kurz vor den Herbstferien für 2 Nächte in die Jugendherberge Waldeck (Programm: „So weit die Füße tragen“).

Der Informationsabend für die weiterführenden Schulen muss in diesem Schuljahr wieder von den Schulen selbst organisiert und durchgeführt werden. Das Schulamt gibt nur noch vor, welche Schulen dabei zusammenarbeiten sollen. Dieses Jahr übernimmt Frau Laaber (Schulleiterin der FNS) diese Aufgabe für unseren Verbund. Die Schulleiterinnen der Schenkelsbergschule und der DVS übernehmen einzelne Abschnitte.

Die Fertigstellung der Schülerbücherei verzögert sich durch die Freigabe der finanziellen Mittel sowie durch Lieferzeiten. Nach den Herbstferien kann der Raum jedoch bereits für Einzelförderung oder Kleingruppenarbeit genutzt werden.

Da sich die Zusammenarbeit mit der UBUS-Kraft Herrn Eller teilweise als schwierig gestaltet, läuft sein Vertrag zum Ablauf der Probezeit aus. Die Stelle wird zeitnah neu ausgeschrieben. Zum 01.03.2020 übernimmt der Sozialpädagoge Herr Lamm die ¾-Stelle als UBUS-Kraft.

In der Adventszeit beteiligt sich die Schule wieder erfolgreich an den Adventsmärkten in Oberzwehren (Gesang) und Nordshausen (Gesang und Plätzchenstand). Alle Reste werden wieder im Pausenverkauf an die Schülerinnen und Schüler durch Viertklässler erfolgreich und schnell veräußert.

Bei der gemeinsamen Konferenz im Dezember wird die Durchführung des Lernbandes in den Jahrgangsteams diskutiert, um Verbesserungen zu bewirken. (Teilweise werden noch Hausaufgaben gegeben und die Zusammenarbeit aller Beteiligten „auf Augenhöhe“ ist noch schwierig.) Es gibt viele Ideen, aber noch keine konkreten Ergebnisse.

Für das Kollegium, Ganztags- und Hortmitarbeiter, die Ehemaligen sowie die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter bereiten einige Lehrkräfte in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien ein Adventscafe in der Mensa vor. Für den Nachmittag schmücken sie den Raum und organisieren ein Kuchenbüffet. Leider sind mehrere Lehrkräfte krank und auch die Ganztags- und Hortmitarbeiter können (wegen ihrer Arbeitszeit) nur in wechselnder Besetzung teilnehmen. Sehr viele Ehemalige sind gekommen. Alle Personen, die anwesend sind, loben durchweg die gute, gemütliche Atmosphäre und bedanken sich für den schönen Nachmittag.

Alle Lehrkräfte und Vertretungslehrer erhalten für das kommende Jahr wieder das kostenlose Landesticket.

Am 20.12.2019 beginnen die Weihnachtsferien.

Am 13. Januar 2020 läuft das neue Kalenderjahr in der Schule erst einmal wie gewohnt an: Elterngespräche, zwei Pädagogische Konferenzen zur gegenseitigen Vorstellung der Arbeit im Lernband, TiGa-Theater, Schulanmeldungen, Rosenmontagsfeier (Lehrkräfte sind ab 8 Uhr in derKlasse, die Kinder können bis 8.45 Uhr kommen, anschließend Spiele, 20 Minuten jahrgangsweise gemeinsam Tanzen in der Halle, Ende der Feier nach der 5. bzw. nach der 6. Std., drei Leseprojekttage, Medieninfoabend in der Mensa).

Zum 01. März gilt das Masernschutz-Gesetz. Danach müssen alle, die nach dem 31.12.1970 geboren sind und in der Schule neu beginnen, innerhalb eines Monats die Masernimmunität vorweisen. Für die anderen muss der Schutz bis Juli 2021 nachgewiesen werden. Das trifft als erstes unsere UBUS-Kraft, Gunnar Lamm, der zum 01. März an unserer Schule beginnt.

Dann passieren ungewöhnliche Dinge: Das Hallensportfest wird 2x verschoben (1x – Krankheit der Sportlehrkräfte, 1x – Schulschließung wegen Sturmwarnung), bevor wir es ganz ausfallen lassen. Die Müllsammlung kann in Oberzwehren wegen schlechten Wetters nicht stattfinden. Einschneidender ist jedoch: Das Corona-Virus (kann u.a. zu schwerer Atemwegserkrankung führen) breitet sich von China (Beginn Dezember 2019) nach und nach über die ganze Welt exponentiell aus. Es gibt in China viele Tote. Viele schwer Erkrankte gibt es in zahlreichen europäischen Ländern plötzlich nach dem Skiurlaub in Österreich (Apres-Ski-Partys in Ischgl) oder in Norditalien. Damit das deutsche Gesundheitssystem nicht vollkommen überlastet wird, soll die Verbreitung verlangsamt werden. Ab 16. März sind alle Schulen geschlossen, wenige Tage später schließen viele Läden (außer Lebensmitteln, Apotheken, Drogerien), Restaurants, Cafes, Sporthallen, Spielplätze,… Alle Gottesdienste, Arbeitstreffen und alle Feiern werden abgesagt. Es gibt Hamsterkäufe, wo besonders Toilettenpapier und Nudeln gefragt sind. Auch das wird bald reglementiert. Die Anzahl der Einkäufer wird beschränkt, der Abstand voneinander soll mind. 1 ½ Meter betragen, verkauft wird hinter Plexiglasscheiben und möglichst bargeldlos. Viele arbeiten ab sofort im Homeoffice. Noch mögliche Treffen bis 5 Personen werden eine Woche später auf 2 Personen beschränkt. Man darf höchstens zu zweit das Haus verlassen. In umliegenden Ländern gilt teilweise Ausgangssperre. In Italien und Spanien gibt es bald mehr Tote als in China, wo das Virus überwunden scheint.

Lehrkräfte haben den Kindern Materialpakete mitgegeben, die sie zu Hause, möglichst mit Unterstützung der Eltern, bearbeiten sollen. Die Schulschließung gilt zunächst bis Ende der Osterferien (19.04.2020). In der Schule findet lediglich eine Notbetreuung statt. Es ist genau geregelt, wer kommen darf (abhängig vom Beruf der Eltern) und es wird immer wieder appelliert, zu Hause zubleiben. An unserer Schule kommen meistens 4 Kinder täglich. Ob diese ganzen Maßnahmen greifen, erfährt man erst 2 bis 3 Wochen später. Die Probeschultage können nicht stattfinden. Die Examensprüfung von Frau Waschinger geschieht per Videokonferenz ohne Unterrichtsbesuche. Sie besteht die Prüfung trotz dieser ungewöhnlichen Bedingungen gut. Nach und nach steigt die Zahl der Kinder in der Notbetreuung auf ca. 15. Nachdem weitere Berufsgruppen als systemrelevant eingestuft werden und der Hort alle aufnehmen muss, die die Betreuung benötigen, sind es ab Ende April ca. 50 Kinder.  Ende April werden auch verschiedene Einschränkungen gelockert. Dazu gehört im schulischenBereich, dass die Viertklässler ab 18. Mai (der erste angedachte Termin des HKM war der 27.04., deraber wegen einer Klage verschoben wurde) wieder in kleineren Gruppen beschult werden: Höchstens 15 Kinder mit dem Mindestabstand von 1,5 m im Raum, auf den Wegen werden Masken (Nasen-Mund-Bedeckungen) getragen, die Hände werden oft mit Seife intensiv gewaschen und Desinfektionsmittel wird regelmäßig verwendet. Die NMS können im Klassenraum nach bestimmtenRegeln abgenommen werden. In allen Klassen gibt es nun Seifen- und Papierhandtuchspender. Im Sekretariat schützt eine große Plexiglasscheibe auf dem Tresen vor Ansteckungen, auf dem Boden sind Markierungen im erforderlichen Abstand aufgeklebt. Die Viertklässler haben in der ersten Woche täglich drei Unterrichtsstunden für jede Gruppe, in der zweiten Woche zwei Unterrichtsstunden. Dann kommen 2 Wochen lang (ab 2. Juni) alle anderen Jahrgangsstufen mit täglich 2 Stunden in zwei Gruppen dazu, bevor alle Kinder in den letzten beiden Wochen vor den Ferien 4 bzw. 5 Stunden täglich in Klassenstärke (keine halbierten Gruppen mehr) unterrichtet werden.

Seit den ersten Unterrichtstagen gibt es Lunchpakete in der Mensa für alle Ganztags- und Hortkinder. Das Küchenpersonal versucht, diese möglichst abwechslungsreich zu gestalten, aber nach kurzer Zeit wiederholt sich der Inhalt und die Eltern werden unzufriedener. Nach den Ferien soll deshalb – sobald es die Hygiene- und Abstandsregeln erlauben, wieder ein warmes Essen in der Mensaangeboten werden. Am Donnerstag vor den Sommerferien (02.07.2020) werden vier vierte Klassen einzeln auf dem Bolzplatz im Beisein der jeweiligen Patenklasse und vieler Eltern nacheinander verabschiedet. Frau Waschinger beginnt nach den Ferien mit einer festen Stelle an der Grundschule Eichwäldchen in Bettenhausen. Weiterhin verlassen Lisa Henneberg (Bundesfreiwilligendienst), Angeline Sommer (FOS) und Frau Beyer (Haushaltshilfe ABM) am 03.07.2020 unsere Schule.

Ein sehr ungewöhnliches Schuljahr mit vielen Bestimmungen, die sich sehr oft ändern und Ministerbriefen geht zu Ende. Alle hoffen, dass es im kommenden Schuljahr „normal“ weitergeht.